Der Lorbeerurwald von Los Tilos
Montag, den 22. Oktober 2012La Palma :: Tag 3
Unsere erste Wanderung soll dann eine Waldwanderung werden (wir lieben Wälder, die geben immer so schön Schatten) und so fuhren wir mit dem Auto in den Nordosten der Insel, in das Gebiet Los Tilos. Der Lorbeerwald von Los Tilos
wurde 1983, wegen seiner weltweiten Einzigartigkeit, von der UNESCO zum Biosphären-reservat erklärt. Mit Livemusik, die aus einem kleinem Restaurant erklang und das Tal beschallte, begann unsere Tour durch die äußerst üppige Flora der regenreichsten Region von La Palma, heute
allerdings mit Sonnenschein bei 28 Grad und so konnten wir die Regenjacken getrost im Rucksack lassen. Nach einer halben Stunde und den letzten Klängen von “Ai Se Eu Te Pego”, gingen wir dann vom Tanz- über in den Wanderschritt. Der stetig ansteigende Weg ging nun durch die paradiesische Urwaldwelt, die sich nur selten lichtete. Rauschendes Wasserkanäle haben jetzt die musikalische Untermalung übernommen, was doch um einiges schöner ist, allerdings wird der Anstieg jetzt auch etwas steiler (da müssen wir durch).
Gargelbäume und Baumheide verdrängen nun langsam den Lorbeerwald. Nach gut 300 gemachten Höhenmeter ging es nun an einer Wegkreuzung, über einen schmalen Bergrücken zum Mirador Espiogón Altravesado. Der mit einem Geländer gesicherte Treppenweg hatte schon was besonderes und ermöglichte einen Blick über den Lorbeerwald von Los Tilos. Allerdings fühlte sich meine bessere Hälfte da nicht ganz so wohl (hier war es schon etwas windiger) und machte sich schneller wieder auf den Rückweg wie Du gucken kannst. Nun denn,
wir gingen wieder zurück zur Wegkreuzung und machten dort eine kurze Rast. Der gar nicht scheue La Palma Buchfink (span. Pizón) bekam das natürlich auch mit und so teilten wir unseren kleinen Snack mit ihm bevor wir uns wieder auf den Rückweg machten, ein Bierchen am Restaurant tranken und dem Volk beim tanzen zu sahen (meine Beine wollten schon, konnten aber nicht mehr). In diesem Sinne - Ai Se Eu Te Pego.













Gerd Kluge, freier Fotojournalist, Musiker und Künstler. 1961 im Ruhrgebiet geboren und immer noch dort lebend. Meine zweite Heimat: Fuerteventura.




