Da waren es nur noch sechs

Da waren es nur noch sechs

Gestern stellte dann das letzte Gelsenkirchener Bergwerk, das Bergwerk Lippe, seine Förderung ein. Somit haben wir in Deutschland nur noch sechs verbleibende Bergwerke. Für mich immer wieder ein trauriger Augenblick. Das heißt, neben dem Verlust von ca. 2.000 Arbeitsplätzen auch 1,6 Millionen Tonnen weniger Steinkohle im Jahr, zur Stromerzeugung (Strom ist das, was aus Deiner Steckdose kommt). Diese Kohle muss jetzt aus dem Ausland gekauft werden (zum fast gleichen Preis, nur schlechter in der Qualität). So ist das in Deutschland. Hoch lebe unsere Bundesregierung. **Kopfschütteln**

Glückauf – Gerd

22 thoughts on “Da waren es nur noch sechs

  1. Hallo Gerd !

    Ja das ist immer schade wenn so viele Arbeitsplätze verloren gehen. Aber als kleiner Trost: bei uns in Österreich ist das nicht viel anders ! 😉

    Lg, Roland !
    Ps.: Ein treffenderes Foto hätte ich mir zu diesem Thema gar nicht vorstellen können !

  2. Hallo Gerd!
    Bodenschätze wachsen halt nicht nach wie Bäume, die auch viel zu wenig wieder „aufgeforstet“ werden, sondern nur abgeholzt. An sowas, finde ich, kann man keine „Arbeitsplätze“ festmachen.
    Ich weiss, es ist der Strom, den ich auch brauche. Wir machen und haben uns von der Technik abhängig machen lassen, und nun bezahlen wir immer mehr dafür,…ein einfaches Muster, für die, die sich die Ressourcen der Erde unter den Nagel gerissen haben und jetzt „Kohle“ damit machen. Wie beim Erdöl auch. Ausgereizt bis zum letzten Tropfen der mehr als Gold aufgewogen wird, obwohl schon umweltfreundlichere, billigere Kraftstoffe und sicherlich auch Konzept für Energie da sind.
    Sicher trifft es immer die „kleinen Leute“. Das war schon immer so…
    Liebe Grüße
    Grey Owl

  3. Achja:

    1.:1,6mio t, das sind bestimmt nur 50% Auslastung, oder? Die Anlage könnte doch bestimmt 3mio. t Fördern…

    2.:Bergwerk Ost und in einigen Jahren auch Prosper-Haniel sind/werden Kokskohle fördern, die momentan unentbehrlich zur Stahlerzeugung ist. Aber Ost soll ja 2010 schließen…

    Grüße, Joel

  4. Hallo Gerd
    Nach deinem Kommentar auf meinem Blog wollte ich doch auch mal bei dir rumschauen.

    Schöne Bilder, vor allem sagt mir der Blick für die kleinen Details zu.
    Und wg. dem Bergbau in Deutschland : Tja, so ist es halt, aber was will man machen? Auf jeden Fall ein Stück deutsche Tradition, die da stirbt.

    Grüße
    Daniel

  5. ja das verstehe wer will.
    Ich habe es schon lange aufgegeben solche sachen zu hinterfragen. Manch einer mag jetzt denken,: Kopf in den Sand stecken hilft auch nichts.
    Da gebe ich Euch recht, aber ist es nicht so,
    Wir haben eine Regierung, die in manchen Fällen das Volk abstimmen lässt, im Endeffekt dann aber doch macht was diesen hohen Herren im Bundeshaus gefällt. (Schweiz).

    Gruss Marina

  6. @ Joel: Du kennst Dich aus 😉 So, und welche Kaue ist das? 😛

    @ Roland: Was, Österreich hat Steinkohle Bergwerke? 🙂 Nein, ich weiß schon was Du meinst. Traurig, traurig…

    @ Grey Owl Calluna: Oh doch, das Bergwerk hat nicht geschlossen weil es dort keine Vorräte (Kohle) mehr gibt! Nein, das war eine rein politische Entscheidung. Vorräte (Kohle) gibt es noch genug in Deutschland!

    @ Ecki: Ja ne, is klar! Sagen wir am besten ab morgen und schauen mal wie viele Tannenbäume dann noch leuchten. Wenn wir etwas runterfahren, wie die Kohle, müssten wir dafür was anderes hochfahren und das ist leider nicht der Fall, oder? Ah doch, Atomstrom aus Frankreich.

    @ Nochmal Joel 😉 : Richtig!!!

    @ Daniel: Schön das Du auch hier vorbei schaust. Zum Thema: Da stirbt nicht nur ein Stück deutsche Tradition! Da hängt viel, viel mehr dran. Neben den vielen Arbeitsplätzen, auch die eigene Energiesicherheit.

    @ Rolf: Stimmt. 😉

    @ Marina: Stimmt auch. 😉

  7. Wie welche Kaue ist das?? 🙂
    Es sieht nicht nach Hugo 2/5/8, Walsum 1/2 oder Auguste Victoria 8 aus, daher tippe ich auf Prosper V, ist bestimmt nicht weit von Oberhausen… 😉

    Grüße, Joel

  8. So ganz nachvollziehen kann ich die Entscheidungen im Bezug auf die Kohleförderung auch nicht. Es ist zwar richtig, dass wir alternative Energien brauchen und deren Entwicklung weiter fördern müssen, aber solange deren Ertrag nicht ausreicht, ist es allemal besser, heimische Bodenschätze zu verfeuern als teuere Zukäufe aus dem Ausland. Es ist wirklich ein Trauerspiel, was da geschieht.

    lg Tom

  9. Hallo Gerd,

    Eigentlich nicht zum verstehen was in den Köpfen der Politiker so vorgeht.

    In wirklichkeit schneiden Sie das Herz einer Region und Generationen von Generationen an MENSCHEN die diese Arbeit und damit verbundene Lebensgemeinschaften, Schweiß, Freude sowie Entbehrlichkeit täglich erlebten heraus.
    Das kann natürlich keiner verstehen der niemals in einer traditionellen Arbeit gearbeitet hat, eben so wie Politiker.
    Wir Arbeiter verstehen das serwohl, und unser Mitgefühl haben diese Arbeiter und Ihre Familien auf alle Fälle.

    Auch wenn dieses Foto sehr schön Fotografiert ist, macht es mich sehr traurig. Und ich Denke es war auch so beabsichtig.

    Lg,
    Rewolve44

  10. Hallo,

    es ist schlimm, das Zechensterben mit zu erleben. Für absolut falsch halte ich es, sollte sich die Regierung 2012 gegen einen Sockelbergbau entscheiden! Was es heißt sich immer abhängiger zu machen und bei der angeblichen „Globalisierung“ mithalten zu müssen haben die Banken gezeigt!!! Ich sage nur FAULE Kredite der USA. Wir alle leiden drunter und wir sind noch nicht am „Krausen Bäumchen“! Das schlägt noch ordentlich ein.

    Liebe Politiker, solltet ihr weiter so das Volk verar…. wird das auf Dauer nicht gut gehen. Zeigt doch einfach mal, ob ihr was begriffen habt.

    Grey Owl Calluna: Wenn Du keinen Strom aus der Steckdose beziehst, wie machst Du Deine Suppe warm? Sicherlich mit einem Feuerchen im Wohnzimmer. Vergiß aber nicht aufzuforsten!

    *kopfschüttel*

    So bis bald
    Ilona

  11. Mir ist klar dass ihr „tief im Westen“ das anders sehen müsst als wir hier im Süden. Aber ich kann die Politiker nicht verstehen die die Subventionierung überkommener Industrien so lange betrieben haben – statt Fortschritt fördern. Ja, es tut weh – aber tote Pferde reiten sich schlecht !

  12. @ muclomo: Hallo erstmal und ein „Hm“ hinterher. Ohne Subventionen funktioniert unser Land nicht. Schau Dir die Landwirtschaft an, die bekommt jährlich 13 Milliarden und liegen damit weiter über dem was für den Abbau der Kohle benötigt wird. Wäre das ein Grund für Dich nur noch Baguettes aus Frankreich, Eier aus Polen und Gemüse aus China zu essen? Lass uns in ein paar Jahren das Thema nochmal aufgreifen, ich glaube dann sind wir alle schlauer. Grundsicherung sollte das Thema sein und nicht Abhängigkeit von dritt Ländern, das schreit ja nach Versorgungsengpässen.

  13. Hallo Gerd,

    so, bin wieder aus den Emiraten zurück. Sch… Wetter hier und ganz schön kalt.

    Der Kommentar von muclomo sagt ja wieder alles ….

    Ich kann die Politiker nicht verstehen die die Subventionierung von Zigaretten- und Schnapsindustrien etc. weiter fördern. Subvebtionierungen die nicht mit Lebensmitteln oder Grundsicherung zu tun haben und den Menschen dienlich sind, sondern nur dazu dienen, dass die LOBBY dieser Industrienen beruhigt wird. Lieber muclomo gerade der SÜDEN bekommt die meißten Subventionen. – was sagst Du denn dazu? Und wofür???
    Ich sage dazu nur „Wenn man keine Ahnung hat, einfach nur … halten!“

    Ilona

  14. Eine moderne Kokerei wie die Kokerei Schwelgern kann mit rund 1,4mrd. m³ Gas pro Jahr etwa 1,2% des Jahresbedarfs der BRD decken, wobei der Kohlebedarf mit 3,8mio t etwa der Förderung eines größeren Bergwerks entspricht. Die Eigenbedarfsdeckung Deutschlands durch Erdgas liegt bei etwa 20%.

    32% des Gases kommen aus Russland. Also bräuchte man etwa 27 Kokereien um das russische Gas zu ersetzen.
    Zudem kommt natürlich die Versorgungssicherheit für Elektrizität…

    Grüße, Joel

  15. @ Joel: Schon mal gut gerechnet. Hätten wir dann auch noch mehr (Subventionsfreie) Bergwerke, käme auch noch die Verarbeitung des Grubengases hinzu. Siehe hier: http://www.minegas.com/de/index.html
    Also reduziert sich die Zahl der Kokereien schon wieder. Und wenn wir jetzt noch das produzierte Methangas der Subventionskühe aus Bayern dazu rechnen…

    Lass uns weiter dran arbeiten, ich habe die Vermutung wir können unser Land retten, bis es mit den alternativen Energie klappt. Wir sind auf dem richtigen Weg. 😆

  16. Hallo Gerd,

    Hallo Joel: Bei Eurer Berechnung solltet Ihr berücksichtigen, dass die Kokerei nicht subventioniert ist. 🙂

    Das nur zur Beruhigung der „Subvtionsnichtwisser“.

    Liebe Grüße
    Ilona

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