Akkus laden und Seele baumeln lassen

La Gomera - Tag 8. - Valle Gran Rey

La Gomera :: Tag 8

Heute wird mal eine ruhige Kugel geschoben. Ein Tag in Valle Gran Rey und nichts anderes. Mal hier was trinken und dort was essen, und von einem schattigen Plätzchen zum nächsten huschen. Unser Fundstück des Tages, „Der Valle-Bote„. Das Ultimative Inselmagazin mit der Öko-Garantie: Total umweltfreundlich und garantiert voll ökologisch. Aus spezial gehärtetem Wurzelholz-Papier der südsibirischen Schlummerschafsdattel. Biologisch ständig nachwachsender Rohstoff. Jederzeit voll recycelbar. Schwer entflammbar nach DIN 144082. Vorsicht! Zum Dingensabwischen denkbar ungeeignet! :mrgreen:

Zum Photo: Valle Gran Rey, ein Blick von der Promenade bei La Playa in Richtung La Puntilla. Mit Ausblick auf unsere Ferienunterkunft (letztes Haus, rechts am Meer).

Rund um El Cedro oder wo ist der Weg

La Gomera - Tag 7. - Rund um El Cedro oder wo ist der Weg

La Gomera :: Tag 7

Ein Tag wie jeder andere, also 35 Grad, was auch sonst. Der „Rother Wanderführer“ hat aber noch eine Rundwanderung durch den Wald zu bieten, was uns somit sehr gelegen kommt. Mit dem Auto geht es nach El Cedro. Leider versagten hier die beschrieben Parkmöglichkeiten am Ausgangspunkt. Entweder war es zu eng auf der Straße oder die vorhandenen Parkbuchten waren eine Baustelle. Nach etwas hin und her gegurke mit dem Auto wählten wir also einen anderen Ausgangspunkt, der unsere bevorstehende Wanderung um 6 km und 150 Höhenmeter bereicherte, Puha. Es ging also erst einmal bergab über eine kleine Straße die nach El Cedro führt. Überlegungen meiner Liebsten kamen auf, für den Rückweg ein Taxi zunehmen, tzzz. Der Weg zog sich aber auch, ständig mussten wir schauen wo es als nächstes lang geht und waren auf der Suche nach dem richtigen Weg. Die Wegmarkierungen war hier wirklich sehr bescheiden ausgefallen. Nun denn, wir fanden immer wieder den ein oder anderen Orientierungspunkt (und sogar ein Taxi) und waren uns unseres Weges sicher. Zwei verzweifelte Wanderer der schnellen Sorte, die uns vorher im Affenzahn überholten kamen uns irgendwann wieder entgegen und meinten das wäre der falsche Weg, der kann es nicht sein. Wir machten dann eine kleine Pause, blickten noch mal in unser Kartenmaterial und auf dem Kompass, der ja in meinem Alpenstock eingebaut ist **grins**. Wir blieben dabei und liefen jetzt weiter steil bergauf an dem Berghang durch den Wald ( 300 Höhenmeter) und siehe da, alles richtig gemacht, wir waren nach wie vor auf Kurs. Der restliche Verlauf war dann eher gemütlich und ging über einen schattigen Forstweg, vorbei an einem kleinen Gebirgsbach, der zum verweilen einlädt. Nach der Pause ging es dann wieder Richtung Auto und wie am Anfang erwähnt, die letzten 3 km bergauf. Resultat des Tages! Eine 5 Stunden Wanderung, ca. 19 km, mit 450 Höhenmeter und alles ohne Taxi. ;-)

Zum Photo: Leider viel zu selten bekommt man aus dem Wald heraus einen Ausblick über die Gegend geboten. Meistens schaut man nur auf dichtes Gehölz, was aber auch sehr schön ist und seinen Reiz hat. Ab und zu, aber eher selten, gibt es kleine Lichtungen und man schaut dann auf atemberaubende Kulissen der Insel.

Caňada de Jorge

La Gomera - Tag 6. - Caňada de Jorge

La Gomera :: Tag 6

Was soll ich sagen? Es wird nicht kühler und ein Muskelkater von der letzten Tour steckt in den alten Beinen. Von daher lieber mal eine kleine Wanderung zum dehnen der Muskeln, Puha. Da es wieder mal nichts bringt durch die Sonne zu latschen ging es wieder ab in den Urwald, der besonders nach Regen ein bleibendes Erlebnis seien soll. Ob wir das noch erleben? Bei der Wetterlage, und es soll auch noch so bleiben, kann ich es mir kaum vorstellen. Nun denn, ab in den Wald zum „Caňada de Jorge“. Eine kleine gemütliche Rundwanderung mit einem Abstieg und Abstecher zum Picknickplatz „Raso de la Bruma“. Der butterweiche Forstweg führt durch den Lorbeerwald, der von Fahnen nur so geschmückt ist.  Eine wirklich schöne Kulisse, bei Nebel bestimmt auch gut geeignet für blutrünstige Horrorfilme. Meine Phantasie geht jetzt anscheinend mit mir durch, also lassen wir das. Wie auch immer, es war eine schöne und kurze Wanderung, trotz der 190 Höhenmeter. Jetzt legen wir die Beine hoch und genießen unser Backofen-Appartement ohne Klimaanlage (dafür aber mit Toaster und Kaffeemaschine), mit den drei deutschsprachigen Fernsehprogrammen ARD, ZDF und RTL.  Ach ne, sind doch nur zwei Programme, ZDF verabschiedet sich um 20:00 Uhr mit einem Standbild. Auch das noch, ARD wird nur mit gesprochenen Blindtext ausgestrahlt, nerv. Wir schauen also RTL. :twisted:

Zum Photo: Den Wanderweg verlassen? Ohne Machete und Kettensäge unvorstellbar! Aber auch so rappelt es hier nur von schönen Motiv. Und klack, klack, klack, klack…

Aufstieg zum Alto de Garajonay

La Gomera - Tag 5. - Aufstieg zum Alto de Garajonay
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La Gomera :: Tag 5

Was soll ich sagen, wieder so ein schöner Tag mit Sonnenschein und um die 35 Grad im Schatten. Macht aber nichts! Unsere heutige Tour geht überwiegend durch den National Park und somit sollten wir genug Schatten abbekommen und die Temperatur auf angenehme 25 Grad senken können. Der höchste Punkt La Gomera’s soll heute unser Ziel werden. Wir starten am Pichnickplatz von Laguna Grande. Nach einem kleinen Besuch beim Naturparkverwalter, ging es dann mit neuer Wanderkarte des National Parks los. Kleiner Hinweis: nicht erschrecken wenn dort sechs Reisebusse stehen und voll mit Touristen sind, die wollen mit ihren Flip Flops nicht wandern, die wollen nur trinken, essen und auf Toilette gehen! Also los! Quer durch den schönen Lorbeerwald, geht es stetig leicht bergauf. Nach etwas einer gelaufenen Stunde wird die ganze Sache dann etwas steiler aber immer noch erträglich. Einer weitere Stunde später erreichen wir dann den höchsten Punkt der Insel. Leider ist die Sicht trotz des schönen Wetters nicht so richtig klar und somit lässt sich nur die Nachbarinsel Teneriffa sehen. Nun denn, wir genießen trotzdem den Ausblick. Wir beenden dann unseren kurzen Aufenthalt in der Mittagssonne, begeben uns wieder abwärts in den Wald und trotteten gemütlich zum Ausgangspunkt zurück. 11 km, mit 400 Höhnenmeter, in 4 1/2 Stunden, bei 25 Grad! Wenn das mal keine Leistung ist. Wir haben uns unser kühles Bierchen verdient… Prost La Gomera. ;-)

Zum Photo: Leider hat das dieses mal mit dem Kugelpanorama nicht geklappt, da ich keine Lust hatte Stativ mit Panoramakopf zu schleppen. Aber mit den vier Freihand-Photos und dem 8 mm Objektiv, konnte ich dann doch wenigstens dieses Panoramabild erzeugen.

Drachenbaum von Agalán

La Gomera - Tag 4. - Drachenbaum von Agalán

La Gomera :: Tag 4

Schon wieder so ein heißer Tag, also beschlossen wir eine „kurze Wanderung“ einzulegen, zumal es durch offenes Gelände geht und es mit schattigen Plätzchen eher bescheiden ausschaut. Der Drachenbaum von Agalán, „Drago Centenario“, ist unser Ziel. Anders wie auf Teneriffa und La Palma ist dieser Baum hier eine echte botanische Rarität, er ist der einzig wild wachsende auf La Gomera. Biologen schätzen das Alter auf mehrere hundert Jahre. Die Weg dorthin ist bei dem Wetter eine echte Strapaze. Vom Ausgangspunkt der Tour, einem Parkplatz vor der Stadt Imada, geht es nur bergab und schon nach ein paar Metern schoss mir der Gedanke durch den Kopf, dass ich das nachher alles wieder hoch latschen muss. Puha, Augen zu und durch, der Baum wartet auf uns. Nach dem Abstieg (150 m Höhenmeter) stehen wir dann endlich vor dem Baum. Den spendenden Schatten können wir leider nicht genießen. Irgendwelche Deppen, müssen sich wohl mit Schnitzereien in der Rinde verewigt haben und von daher sah man sich wohl gezwungen einen Zaun um ihn zu ziehen. Nun denn, ein paar Photos von diesem Prachtteil gemacht, Wasser trinken, Banane essen und ab geht es. Ganz langsam, von Schatten zu Schatten und immer wieder mit kleiner Pause stiegen wir dann wieder hoch. Die Hitze der Sonne und die warme Luft ist echt unerträglich, soviel Wasser kannst Du gar nicht trinken wie Du willst. Freude kam auf als wir unser Auto erreicht haben, die Schuhe auszogen und gegen Sandalen tauschten. Bei der Rückfahrt genossen wir dann die Klimaanlage im Auto. ;-)

Zum Photo: Du stehst direkt vor dem Baum, bekommst ihn aber nicht komplett ins Bild, selbst mit 11 mm nicht. Aber Panorama sei Dank, ging es dann auch anders und ich habe den Baum mit drei Photos geteilt und wieder zusammen gefügt und alles ohne Kettensäge.

Die Einsteiger-Tour

La Gomera - Tag 3. - Die Einsteiger-Tour

La Gomera :: Tag 3

Für unsere erste Tour wählten wir eine leichte Route aus dem „Rother Wanderführer“. Es geht in den Urwald, und zwar von Las Hayas zum Jardin de Las Creces. Eine wirklich tolle Einstiegstour, zumal es heute sehr heiß ist und uns da der angenehme schattige Wald gerade recht kommt. Dieser einzigartige Lorbeerwald hat wirklich seinen ganz besonderen Charme  und eigenen Reiz. Nach ca. 2 1/2 Stunden haben wir die gemütliche Rundwanderung mit etwa 150m Höhenunterschied hinter uns. Vor einer kleinen Bar im Las Hayas, trockenen wir uns mit einem kühlen Bierchen von innen (wie gesagt, wir haben schönes Wetter bei 30 Grad im Schatten) und genießen den Blick bis zur Nachbarinsel El Hierro (ohne Vulkanausbruch). Der Rest des Tages verlief übrigens ohne besondere Vorkommnisse. Wir können also, bis auf ein kleines Erdbeben, von einem fast perfekten Urlaubstag reden. ;-)

Zum Photo: Die Moose an den Lorbeerbäumen verleihen diesem Wald einen ganz besonderen Charme. Ich weiß gar nicht wie oft ich da auf den Auslöser drückte.

Valle Gran Rey entdecken

La Gomera - Tag 2. - Valle Gran Rey entdecken

La Gomera :: Tag 2

Hinter den Bergen, bei den sieben Zwergen liegt im Westen der Ort „Valle Gran Rey“, die La Gomera Kenner sagen „Valle“. Nur über das Bergdorf Arure erreicht man das am Meer liegende Städtchen mit dem angeblichen Flair der Hippiezeit. Da wir immer noch mit den Strapazen der Anreise zu kämpfen haben, steht für heute nur eine Umgebungserkundung an. Schauen wo es was gibt, die wichtigsten Dinge einkaufen und ein wenig relaxen. Der kleine Fiat, der uns von der Autovermietung vor die Tür gestellt wurde, haben wir dann am Nachmittag angeworfen und sind hoch nach Arure gefahren um uns eine kleine Übersicht aus einer anderen Perspektive zumachen. Am Abend dann das nächste Abenteuer im Restaurant XXX. Die Kellnerin meint das es heute etwas dauern könnte da es sehr voll wäre. Auf meine Gegenfrage ob es denn noch heute klappen würde oder eher morgen, bekam ich nur ein Grinsen. Na ja, nach etwas über einer Stunde Wartezeit kam das Essen dann. Dieses war eigentlich schön angerichtet und auch lecker, bis… , ich in meinem Essen ein langes schwarzes Haar entdeckte. Wer mich kennt, der weiß das ich auch in solchen Situationen ruhig und gelassen reagiere. Trotzdem, es schmeckte mir nicht mehr und ein Gefühl der Sättigung stellte sich auch ein. Da ich der Kellnerin dann beim abräumen mein Fund-Stück präsentierte, meinte die nur, „Ha Ha, Haar da“ und zog von dannen ohne eine Erklärung oder Entschuldigung. Trinkgeld fiel also somit für heute aus und den Absacker gibt es im Appartement. Prost und gute Nacht Valle. ;-)

Zum Photo: Eingerahmt von Felswänden. Ein Blick von Arure auf das Tal von Valle Gran Rey.

Anreise oder ready for Take-Off

La Gomera - Tag 1. - Anreise - Ready for Take-Off

La Gomera :: Tag 1

3100 km sind zu bewältigen, also los. 10:30 Uhr, auf in Richtung Flughafen Düsseldorf. 11:00 Uhr, eingechecken, Kaffee trinken und warten auf das Boarding. 13:00 Uhr sagt der Kapitän „Ready for Take-Off“ und er schmeißt die Turbinen an. 16:30 Uhr, nach 4 1/2 Stunden Flugzeit (die Uhr um eine Stunde zurück gedreht), endlich auf Teneriffa (Süd) gelandet und die Beine freuen sich. 17:30 Uhr, Bustransfer zum Hafen. 18:00 Uhr, im Hafen von Los Cristianos angekommen. 20:00 Uhr, Fahrt mit der Benchi Express Fähre zur Insel La Gomera. 20:50 Uhr, vom Hafen San Sebastian angelegt. 21:00 Uhr, der Bus ist kaputt, warten auf den nächsten. 21:45 Uhr, jetzt geht es weiter, Bustransfer zum Zielort Valle Gran Rey. Alles nur dunkel, du siehst während der gesamten Fahrt die Hand vor den Augen nicht und wirst im Bus nur von links nach rechts geworfen. 23:15 Uhr, Ankunft, ich hab Rücken und Beine! Freundlicher Empfang mit Zettel an der Tür und Wegbeschreibung zum Appartement (Tür ist auf, Schlüssel steckt im Schloss), nun denn.13 Stunden und 45 Minuten, davon ca. 9 Stunden im sitzen ohne große Beinfreiheit, ich kann Euch sagen. 23:30 Uhr, Bierchen trinken, 23:45 Uhr, gute Nacht. ;-)

Zum Photo: Wenn man ziemlich weit vorne in der Maschine sitzt und dann auch noch das Glück hat auf der richtigen Seite zu sitzen, kann man einen schönen Blick auf die Startbahn schnappen, bevor der Flieger sich in Position dreht.  Leider sind aber die Scheiben in den Flugzeugen fast immer beschlagen oder dreckig, wie auch hier mal wieder. :twisted:

Drei Wochen La Gomera

La Gomera - Roque Agando

Puha, und da bin ich wieder. Nach drei Wochen Wanderurlaub auf der Kanaren-Insel La Gomera melde ich mich dann mal wieder zurück und bin somit wieder unter Euch. Vielen Dank für die netten Kommentare die Ihr während meiner Abwesenheit hier im Blog hinterlassen habt, ich werde wie immer alle offenen Fragen nach und nach beantworten, gebt mir noch ein wenig Zeit. Für alle La Gomera Fans packe  ich ab übermorgen mein Reisetagebuch raus und werde die vergangenen drei Wochen mit Photo und Text Revue passieren lassen. ;-)

Fernweh

Fuerteventura | Fernweh

Fernweh ist ja bekanntlich nur ein Kunstwort und soll das Gegenteil von Heimweh ausdrücken. Wenn ich aber jetzt mehr Fernweh wie Heimweh habe, ist Heimweh dann ein Kunstwort für mich? :???: